Freitag, 2. Juli 1943

Ein Eintrag an diesem Tag

  • Tagebucheintrag, Buch 19618

    . Behaglicher Vormittag, immer noch über den Begriff der Entdeckung nachgedacht; herumtelefoniert, Expressgut mit Wein aus Frankfurt angekommen, das Problem, die Kiste vom Anhalter Bahnhof⁠ hierher zu bringen. Wie eine Zwangsvorstellung. An Frau von Schnitzler⁠ geschrieben; sie hat um 200 gr. Brotmarken gebeten.⁠⁠ Nachmittags um 4 zur Rauchstraße,⁠ rumänische Gesandtschaft, Ordensverleihung, die armen Leute, lernte Pinder⁠ kennen, der nette Go-⁠ runeanu;⁠⁠ Schadwalt⁠⁠ (der Ministerpräsident⁠ hat ihm den Fall und die rumänische Staatsangehörigkeit angeboten), es gab guten Sekt, sprach nett mit dem Bruder Antonescus,,⁠⁠ der Marineattaché ist; der gefiel mir gut. Aber meine Sache war nicht in Ordnung, keine Urkunde, nur einen Orden. Dachte nicht weiter darüber nach und lief zur S-Bahn, um Wagner⁠ zu besuchen. Nette Unterhaltung, über den Kampf im Warschauer Ghetto,⁠⁠ Möglichkeit des Friedens, Widerstand im Osten, Zusammenbruch Italiens usw. Guter Wein (Zeltinger), Portwein will er mir besorgen. Die nette Frau⁠ (erzählte ihr die Geschichte von Anima),⁠ um 10 wieder zu Hause. Trank noch eine Flasche Kreuznacher mit Duschka⁠ und ging müde zu Bett. Zwangsvorstellung: Wie kommt die Kiste Wein vom Anhalter Bahnhof⁠⁠ zu uns?

    Freitag, 2/7 43. Behaglicher Vormittag, immer noch über den Begriff der Entdeckung nachgedacht; herumtelefoniert, Expressgut mit Wein aus Frankfurt angekommen, das Problem, die Kiste vom Anhalter Bahnhof hierher zu bringen. Wie eine Zwangsvorstellung. An Frau von Schnitzler geschrieben; sie hat um 200 gr. Brotmarken gebeten. Nachmittags um 4 zur …

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