Editionsprinzipien

Die Edition der Tagebücher Carl Schmitts aus den Kriegsjahren erscheint als digitale Edition. Diese Seite erläutert die Grundsätze, nach denen die Hefte transkribiert, gegliedert, erschlossen und kommentiert werden. Sie fasst die internen Editionsrichtlinien der Arbeitsgruppe zusammen, die in ihrer technischen Form – mit der Beschreibung der zugrunde liegenden XML-Codierung nach den Richtlinien der Text Encoding Initiative (TEI) – im Projekt-Wiki öffentlich einsehbar sind.

Leitend ist für die Edition ein doppelter Anspruch: Sie soll den Befund der handschriftlichen Quelle so getreu wie möglich bewahren – bis hin zum Zeilenfall, zur Lage eines Zettels im Heft, zu Streichungen und Schreibeigenheiten – und zugleich einen lesbaren Text bieten, der die Hefte chronologisch, nach Personen, Orten und Werken erschließt. Beides lässt sich nur verbinden, weil die Edition digital ist: Dieselben Daten lassen sich als seitengetreue Umschrift neben dem Digitalisat und als fortlaufender Lesetext darstellen.

Grundlagen der Edition

Digitale Datenhaltung

Die Edition ist als digitale TEI-Edition angelegt; ihre Basiseinheit ist die aufgeschlagene Doppelseite. Jedem Digitalisat ist eine eigene Datei zugeordnet, die denselben Namen trägt wie das Bild, das sie wiedergibt. Die materielle Beschaffenheit der Überlieferung wird dabei so weit wie möglich in die Datenstruktur übernommen: Aufgeschlagene Doppelseiten, einzelne Blätter und eingelegte Zettel sowie die inneren Umschläge der Hefte (die Innenseite des Einbands mit der gegenüberliegenden ersten bzw. letzten Seite) werden als eigenständige Textträger modelliert und innerhalb der Dateien durch Marker für linke und rechte Seite beziehungsweise für Vorder- und Rückseite eines Zettels strukturiert. Auf diese Weise folgt die digitale Repräsentation konsequent dem Befund der Quelle.

Die Digitalisate werden mitveröffentlicht. Leser·innen können die Umschrift daher jederzeit am Original überprüfen und Sinnzusammenhänge nachvollziehen, die sich erst aus der Anordnung mehrerer Seiten oder Textträger ergeben.

Arten der erfassten Texte

Die Hefte enthalten keineswegs nur Tagebucheinträge im engeren Sinn. Die Edition unterscheidet folgende Arten von Texten, die auf derselben Doppelseite gemischt vorkommen können und jeweils in der Reihenfolge des Dokuments wiedergegeben werden:

  1. Tagebucheinträge – die reguläre Heftführung: Tagesberichte, Träume, Reflexionen. Diese Kategorie dient zugleich als Auffangkategorie für alle Texte, auf die keine der spezielleren Arten passt, etwa undatierte Reflexionen ohne Tagesangabe.
  2. Taschenkalendereinträge – die Aufzeichnungen in den vorgedruckten Taschenkalendern, die Schmitt als Tagebücher nutzte (dazu Abschnitt Taschenkalender und vorgedruckte Elemente; zur Codierung Wiki: Taschenkalender).
  3. Wochennotizen repräsentieren das freie Notizfeld, das die Taschenkalender neben den sieben Tagesfeldern einer Woche bieten; es wird als eigener Eintrag behandelt und der Woche zugeordnet, zu der es gehört.
  4. Briefentwürfe – von Schmitt in die Hefte geschriebene Entwürfe von Briefen. Sie werden wie Tagebucheinträge als selbständige Einträge behandelt; der Adressat wird in den Metadaten des Eintrags festgehalten.
  5. Exzerpte sind Auszüge aus fremden Texten, vor allem in den Arbeitsheften. Die Edition unterscheidet zweischichtige Exzerpte, zu denen Schmitt eine eigene Kommentarschicht angelegt hat (meist auf der gegenüberliegenden Seite), und einschichtige Exzerpte ohne eigene Kommentare. Maßgeblich ist allein der Befund auf der Doppelseite. Die exzerpierte Publikation wird in den Metadaten des Eintrags nachgewiesen (dazu Abschnitt Werke, Publikationen, Filme und andere Medien; zur Codierung Wiki: Exzerpt), ebenso gegebenenfalls der historische Autor, den Schmitt über eine Sekundärquelle oder Anthologie rezipiert (dazu Abschnitt Personen; zur Codierung Wiki: Semantische Verknüpfung von Zitaten und Exzerpten mit Autoren).
  6. Inhaltsverzeichnisse und Register aus Schmitts Hand – Schmitt legt in Büchern und Arbeitsheften eigene Verzeichnisse an: Inhaltsübersichten mit Themen, Personen und Seitenzahlen seiner eigenen Paginierung, aber auch Adresslisten, Verleihlisten und andere Listen. Das Inhaltsverzeichnis eines Hefts wird von sonstigen Verzeichnissen unterschieden, weil es zeigt, wie Schmitt selbst den Inhalt seines Hefts organisiert hat (zu den darin enthaltenen Seitenverweisen siehe Abschnitt Seiten, Blätter und eingelegte Zettel; zur Codierung Wiki: Schmitts Inhaltsverzeichnisse und Register).
  7. Haushaltstabellen – die in einem der Hefte von Duška Schmitt angelegten Ausgabentabellen bilden einen Sonderfall, der als Tabelle erfasst wird.
  8. Notizen und Paratexte – notizartige Texte außerhalb der regulären Heftführung: kurze, in sich geschlossene Gedanken, die oft nachträglich oder in das gerade zur Hand liegende Heft ohne Tageskontext festgehalten wurden; ferner Paratexte, die das Heft selbst kommentieren oder Hinweise zur späteren Archivierung geben, etwa ein Vermerk auf dem inneren Umschlag, welche Seiten des Hefts lesenswerte Tages-Notizen enthalten. Solche Texte werden im Sinne einer materialnahen Repräsentation der Quelle als eigene editorisch relevante Texteinheiten behandelt.
  9. Zurückblickende Kommentare – es kommt vor, dass Schmitt Tagebucheinträge Jahre später wiederliest und datierte Kommentare dazu ergänzt (Welcher Trost, das las ich 3/11 50 wieder, welcher Trost). Solche Kommentare werden als eigene, datierte Notizen erfasst und mit dem kommentierten Eintrag verknüpft.

Tagebucheintrag oder Notiz? Bei undatierten Texten richtet sich die Unterscheidung nach der Art der Niederschrift, nicht nach dem Thema. Tagebucheinträge sind Texte, die im gewöhnlichen Fortgang des Hefts entstanden sind, auch wenn die Tagesangabe fehlt; im Zweifel ist ein undatierter Text ein Tagebucheintrag. Für eine selbständige Notiz sprechen mehrere zusammenkommende Anhaltspunkte: ein Umfang von wenigen Zeilen ohne Tagesdatum und Tagesbericht; eine aphoristische Form (Stichwort mit Doppelpunkt, These, ein einzelnes Zitat mit Bemerkung); die Lage auf der Seite (am Rand, zwischen zwei Einträgen eingeschoben, mit Trennstrich abgesetzt, anderer Stift oder Duktus); und das Fehlen eines inhaltlichen Anschlusses an die umgebenden Einträge. So wird etwa eine undatierte, durch Trennstriche abgesetzte Reflexion über die Rolle des Juristen zwischen einem Briefentwurf und dem folgenden Tageseintrag als selbständige Notiz behandelt.

Arbeitsweise und Vorläufigkeit

Die Edition ist ein wachsendes Unternehmen. Bei der Erfassung steht zunächst die verlässliche Struktur im Vordergrund: Wo beginnt und endet ein Eintrag? Welche Textblöcke, Zitate, Listen, Gedichte oder Notizen gehören dazu? Diese Entscheidungen werden mit besonderer Sorgfalt getroffen, weil spätere Korrekturgänge sie nur schwer nachholen können – das gilt vor allem für die in Gabelsberger-Stenographie geschriebenen Partien und für unklare Übergänge zwischen Einträgen. Feinere Auszeichnungen im laufenden Text (Personen, Orte, Werke, Zitatnachweise) werden in weiteren Durchgängen ergänzt. Bei unsicheren Detailfragen wird im Zweifel lieber zurückhaltend ausgezeichnet als eine unsichere Deutung in die Struktur der Edition einzuschreiben. Leser·innen können daher auf Einträge stoßen, deren Erschließung noch unvollständig ist; die Digitalisate ermöglichen in jedem Fall die eigene Überprüfung.

Bildung editorischer Einheiten

Tagebucheintrag und Datierung

Die grundlegende editorische Einheit ist der einzelne Eintrag, definiert als ein zusammengehöriges Notat, von dem anzunehmen ist, dass es im Zusammenhang niedergeschrieben wurde. Jeder Eintrag erhält eine dauerhafte Kennung, die sich aus der Signatur des Hefts im Nachlass Carl Schmitt (Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, Bestand RW 0265), der Art des Eintrags und dem Tagesdatum zusammensetzt. Diese Kennungen bleiben stabil und machen die Einträge zitierfähig.

Datierungen werden nur dort ausgezeichnet, wo sie für die Struktur der Quelle konstitutiv sind: bei den Tagesangaben der Tagebucheinträge (Mittwoch 24/1 1945, Ostersonntag, der 3. April 1943) sowie bei Uhrzeitangaben in den Taschenkalendern. Andere autobiographisch oder historisch relevante Zeitangaben innerhalb des Fließtextes (vorgestern, vor zehn Jahren, im Sommer 1915) werden nicht eigens datiert; ebenso werden historische Ereignisse nicht als Datierungen erfasst.

Trägt ein Eintrag kein sicheres Tagesdatum, erhält er anstelle des Datums eine kurze, zufällig vergebene Kennung, die im gesamten Korpus nur einmal vorkommt. Lässt sich ein solcher Eintrag ungefähr datieren – auf einen Monat, ein Jahr, einen Zeitraum oder einen spätesten Zeitpunkt –, wird diese editorische Datierung gesondert als Meta-Datum vermerkt, zusammen mit einer Angabe zur Sicherheit der Datierung (hoch, mittel, gering) und gegebenenfalls zur Grundlage (aus dem Text selbst, aus externen Quellen oder als Vermutung). Dasselbe Verfahren dient dazu, Einträge zu datieren, die einen mehrtägigen Zeitraum umfassen, etwa wenn Schmitt eine Reise vom 13. bis 21. Dezember 1943 in einem einzigen Eintrag zusammenfasst: In der Kalenderansicht erscheint ein solcher Eintrag an jedem Tag des Zeitraums. Wird ein zunächst undatierter Eintrag später sicher datiert, tritt das Datum an die Stelle der Zufallskennung.

Mehrteilige Einträge und Einträge gleichen Datums

Fallen mehrere Einträge auf dasselbe Datum oder setzt sich ein Eintrag über mehrere Seiten hinweg fort, werden die einzelnen Teile als getrennte editorische Einheiten behandelt und durch ihre Kennungen miteinander verbunden. Damit bleibt sowohl die chronologische Struktur als auch die materielle Gliederung der Überlieferung nachvollziehbar.

Besonders bei Briefentwürfen und Tagebucheinträgen kommt es vor, dass Schmitt an einem Tag mehrfach geschrieben hat. Diese Einträge werden durchgezählt und als eigene Einheiten geführt. Für getrennte Einträge am selben Tag sprechen: eine eigene Tagesangabe des zweiten Eintrags; eine deutliche Absetzung auf der Ebene der Textblöcke; ein anderes Thema und ein anderer Zusammenhang (etwa ein Traumnotat nach dem Aufwachen und, davon getrennt, der Bericht über gesellige Treffen); paläographische Unterschiede wie ein anderer Stift oder Duktus; sowie die Lage im Heft, wenn die Texte in verschiedenen Abschnitten desselben Hefts oder in verschiedenen Heften stehen.

Längere Einträge – Tagebucheinträge, Exzerpte, Briefentwürfe – sind oft durch Seitenwechsel in mehrere Teile zerschnitten. Die Teile werden in diesen Fällen als zusammengehörig gekennzeichnet und in der Lesefolge durchnummeriert. Diese Nummerierung dokumentiert die logische Reihenfolge des Eintrags, nicht die materielle Reihenfolge auf der Doppelseite: Der erste Teil bezeichnet stets den Anfang des Eintrags, auch dann, wenn ein späterer Teil materiell weiter vorn steht, etwa weil Schmitt einen auf der rechten Heftseite begonnenen Eintrag auf der linken fortgesetzt hat. Die Position des Eintrags unter den übrigen Einträgen richtet sich nach seinem Anfang. In der fortlaufenden Leseansicht werden die Teile wieder zu einer Einheit zusammengefügt. Als Teile eines Eintrags gelten nur Fragmente, die durch einen Seitenwechsel zerschnitten sind. Wo die Reihenfolge sicher bestimmbar ist, wird sie ausdrücklich kenntlich gemacht; wo dies zunächst nicht möglich ist, bleibt die Zuordnung vorläufig offen und wird später präzisiert.

Seiten, Blätter und eingelegte Zettel

Der Beginn jeder Seite wird markiert, wobei zwischen linker und rechter Heftseite beziehungsweise Vorder- und Rückseite eines eingelegten Zettels unterschieden wird. Von Schmitt selbst eingetragene Seitenzahlen – sie stehen gewöhnlich oben rechts auf der rechten Seite – werden mit ihrer Position auf der Seite wiedergegeben, ohne Rücksicht darauf, wie sie sich zur Paginierung der Edition verhalten und ob sie in sich stimmig sind. Wo Schmitt in seinen Inhaltsverzeichnissen und Registern auf solche Seitenzahlen verweist, lösen wir den Verweis auf und verknüpfen ihn mit dem ersten einschlägigen Eintrag auf der gemeinten Seite oder, solange dort noch kein Eintrag erfasst ist, mit der Seite selbst. Ist eine Seite nicht überliefert (etwa weil sie herausgetrennt wurde) oder der Verweis noch nicht aufgelöst, bleibt er ohne Verknüpfung. Nur echte Seitenverweise werden auf diese Weise behandelt, sonstige Zahlen in den Verzeichnissen nicht. Die Edition trägt damit dem Umstand Rechnung, dass sich Sinnzusammenhänge und Textbewegungen häufig erst aus dem Verhältnis mehrerer Seiten oder Textträger erschließen. Dies können die Leser·innen anhand der Digitalisate, die zu diesem Zweck mitveröffentlicht werden, nachvollziehen.

Transkriptionsgrundsätze

Textblöcke, Zeilen, Listen und tabellarische Strukturen

Innerhalb eines Eintrags wird der Text in Blöcke gegliedert, die dem Befund folgen: Prosablöcke (Absätze), Vers- oder Gedichtblöcke, Listen, selbständige Zitatblöcke sowie Notizen und Kommentarblöcke. In den verschiedenen Hefttypen dominieren unterschiedliche Muster: Die Prosa-Tagebücher bestehen meist aus Absätzen mit gelegentlichen Gedichten; die Taschenkalender enthalten dichte Prosablöcke; die Arbeitshefte dagegen eine komplexe Mischung aus Prosa, Exzerpten, Zitaten, Listen und Notizen, in der Schmitts eigene Gedanken klar von den exzerpierten Texten anderer Autoren unterschieden werden müssen.

Der Zeilenfall des Manuskripts wird zeilengenau mitgeführt. Für die Lektüre bedeutungslose Zeilenumbrüche erscheinen nur in der seitengetreuen Ansicht; Zeilenanfänge, die auch im Lesetext sichtbar bleiben sollen (etwa in Listen oder untereinander gesetzten Datumsangaben), werden eigens gekennzeichnet. Listen werden als Listen mit ihren einzelnen Punkten wiedergegeben; in Schmitts Verzeichnissen bildet jedes Stichwort mit seinen Seitenzahlen einen Listenpunkt, auch wenn es sich über mehrere Zeilen erstreckt. Tabulatoren und Einrückungen, mit denen Schmitt etwa Listenpunkte ausrichtet, werden – bei Bedarf mit Angabe ihrer Breite – erfasst.

Worttrennung am Zeilenende. Endet eine Zeile mit einem Bindestrich, wird dieser als Zeichen mittranskribiert; ob es sich um einen Trennstrich (Verhand-/lung, Ergebnis: Verhandlung) oder um den Bindestrich eines Kompositums handelt (Tages-/Notizen, Ergebnis: Tages-Notizen), entscheidet sich in der Regel automatisch nach der Groß- oder Kleinschreibung der Fortsetzung. Für die Fälle, in denen diese Regel versagen würde, wird von Hand festgelegt, dass ein Bindestrich erhalten bleibt (psychologisch-/subjektivistisch) oder dass es sich um einen Ergänzungsstrich handelt (Ost-/ und Westdeutschland). Im Lesetext erscheinen die Wörter dann korrekt zusammengefügt.

Schreibweise, Langschrift und Hervorhebungen

Die Hefte sind überwiegend in Gabelsberger-Stenographie geschrieben. Kurzschrift ist daher der unmarkierte Normalfall der Edition; eigens kenntlich gemacht wird nur, was Schmitt in Langschrift geschrieben hat – einzelne Wörter, insbesondere Namen und Fremdwörter, oder ganze Passagen. Umgekehrt wird innerhalb überwiegend langschriftlicher Blöcke das Stenographierte als Ausnahme markiert. Abkürzungen, konventionelle Literaturverweise (S. 5, l. I, c. 3) und Bibelstellenangaben sind fast immer in Langschrift geschrieben; bei ihnen wird die Langschrift nicht eigens vermerkt, sondern nur der ungewöhnliche Fall einer stenographierten Abkürzung.

Hervorhebungen werden, gleich wie Schmitt sie vorgenommen hat (Unterstreichung, Fettschrift, Sperrung), einheitlich als Hervorhebung wiedergegeben. Bewusst abweichende Schreibweisen und Idiosynkrasien Schmitts – etwa die Trennung Ent-hüllung und Ver-hüllung – werden beibehalten und ausdrücklich als solche ausgewiesen. Damit bewahrt die Edition nicht nur den sprachlichen, sondern auch den gestalterischen Eigencharakter der Aufzeichnungen in einer maßvoll normalisierten Form.

Streichungen, Zusätze, Textabbrüche und Lücken

Durchgestrichene und anderweitig getilgte Passagen werden als gestrichen wiedergegeben; ist der Name einer Person, eines Ortes oder eines Werks gestrichen, bleibt die Identifizierung dennoch erhalten. Davon unterschieden werden Erledigt-Streichungen: Streicht Schmitt einen Text nicht zur Korrektur, sondern um eine Angelegenheit als erledigt zu markieren – etwa die Notiz zu einem verliehenen Buch, die er nach dessen Rückgabe durchstreicht –, bleibt der Text inhaltlich Teil des Eintrags und wird als auf diese Weise gestrichen gekennzeichnet.

Ergänzungen und Hinzufügungen Schmitts – über der Zeile, am Rand oder nachträglich eingefügt – werden kenntlich gemacht. Aufgegebene Satzteile, die nicht ausdrücklich gestrichen, aber im Schreibprozess verworfen wurden, weil Schmitt den Satz auf andere Weise weiterschrieb (Der [Gliederung] Einteilung des Himmelsgebäudes …), werden ebenfalls dokumentiert.

Textlücken – Stellen, an denen die Umschrift nicht möglich ist – werden unabhängig von ihrer Länge als solche markiert. Da die Umschrift zeilengenau erfolgt, können Leser·innen den Umfang einer Lücke zudem anhand des Digitalisats nachvollziehen.

Unsichere Lesarten und unsichere Zuordnungen

Schwer entzifferbare Passagen werden als unsichere Lesart gekennzeichnet. Wo sich aus Sicht der Stenographie mehrere Lesungen anbieten, wird die als wahrscheinlich angenommene Lesart in den Text gesetzt und durch eine oder mehrere alternative Lesarten ergänzt (etwa wohl ein Fehler neben welch ein fader).

Anführungszeichen, Zitate, Bibelstellen und Verse

Anführungszeichen. Anführungszeichen werden nicht als bloße Zeichen übernommen, sondern funktional unterschieden: nach uneigentlicher Sprache (Schulworte wie existenziell), Werktiteln, Zitaten im engen Sinn und wörtlicher Rede oder sonstigen Fällen. Als Zitat im engen Sinn gilt nur, was aus einer Publikation oder aus einem in einem Archiv verfügbaren Text stammt; im Zweifel wird eine Passage als wörtliche Rede oder sonstige Anführung behandelt. Wo die Quelle Anführungszeichen nur unvollständig setzt – das öffnende oder das schließende fehlt –, wird auch dies dokumentiert; fehlende Anführungszeichen werden nicht stillschweigend ergänzt.

Zitate und ihr Nachweis. Zitate werden grundsätzlich und sofern möglich nach ihrer Quelle nachgewiesen. Der Nachweis erfolgt über die Zotero-Bibliographie des Projekts, in der die konkrete Publikation verzeichnet ist, die Schmitt vor sich hatte, ergänzt um die Stellenangabe: Seite oder Seitenspanne, bei Bedarf auch Buch, Kapitel, Paragraph, Akt, Szene, Strophe, Vers, Spalte, Anmerkung oder Fußnote, auch in Kombination. Bei klassischen Texten mit fest etablierter Grobstruktur kann der Nachweis statt auf eine konkrete Ausgabe auf das Werk als solches in der Gemeinsamen Normdatei (GND) verweisen, dann nur mit ausgabenunabhängigen Stellenangaben wie Buch, Kapitel oder Paragraph; seitengenaue Nachweise setzen die benutzte Ausgabe voraus. Zitiert Schmitt einen Autor nach einer Sekundärquelle oder Anthologie, wird neben der Quelle auch der zitierte Autor festgehalten.

Innerhalb eines Zitats werden keine weiteren Zitate nachgewiesen. Enthält ein von Schmitt zitierter Text seinerseits ein Zitat, wird dieses lediglich als innere Zitatstufe wiedergegeben. Damit bleibt klar, dass Schmitts Tagebücher ediert werden und keine Mikro-Edition der von den zitierten Autoren wiederum zitierten Texte entsteht. Zerfällt ein Zitat durch einen Einschub oder eine andere syntaktische Unterbrechung in getrennte Stücke, bildet aber eine einzige Zitateinheit (Lasst euch das Herz nicht entsinken, schrieb Thomas Müntzer; es ist das gerechte Urteil Gottes …), werden die Teile als zusammengehörig verknüpft; der Quellennachweis steht am ersten Teil. Wo es sinnvoll ist, wird Schmitts Wortlaut mit dem Originaltext der Quelle verglichen; so wird sichtbar, wie Schmitt ein Zitat aus dem Gedächtnis wiedergibt oder bewusst verändert. Fremdsprachige Zitate können mit einer Übersetzung ins Deutsche versehen werden. Editorische Anmerkungen zu einem Zitat stehen an dessen Ende.

Bei Bibelstellen wird unterschieden, ob Schmitt nur auf eine Stelle verweist oder biblischen Text zitiert. Reine Verweise (5 Mos 16) werden in Schmitts Schreibweise wiedergegeben und mit einer normalisierten Stellenangabe hinterlegt. Zitiert oder paraphrasiert Schmitt biblischen Text, wird das Zitat als Bibelzitat erfasst und mit der genannten Stelle verbunden; nicht wörtliche Wiedergaben werden als Paraphrase gekennzeichnet. Nennt Schmitt die Stelle nicht, wird sie editorisch ermittelt und, wenn die benutzte Bibelausgabe bekannt ist, nach dieser nachgewiesen. Den Wortlaut einer Bibelstelle, auf die Schmitt nur verweist, ergänzt die Edition nicht von Hand; biblische Personen werden innerhalb von Bibelzitaten nicht eigens als Personen erfasst, da die Stellenangabe den Zusammenhang bereits identifiziert.

In den Tagebüchern finden sich Verse und Gedichte, die nicht in eigener Zeile stehen, sondern in den Fließtext eingebettet sind (Herrlich der Vers: Sure as the ship of all, the Earth itself!). Sie werden als Vers gekennzeichnet, ohne den Fluss der umgebenden Prosa zu unterbrechen. Schreibt Schmitt gebundene Sprache in klassischer Versform, wird die Versstruktur bewahrt; mehrstrophige Gedichte werden in Strophen gegliedert, so dass sich Schmitts Kommentare auf das ganze Gedicht oder auf einzelne Strophen beziehen können. Zitiert Schmitt mehrere Stellen desselben Gedichts als getrennte Blöcke, bleiben sie als Strophen eines Gedichts zusammengefasst. Die Quelle von Versen wird wie bei Zitaten nachgewiesen.

Taschenkalender und vorgedruckte Elemente

Die vorgedruckten Taschenkalender, die Schmitt als Tagebücher nutzte, weisen eigene Strukturmerkmale auf. Monat, Kalenderwoche und die Zahl der Tage im Monat aus der Kopfzeile des Kalenders werden einmal pro Doppelseite wiedergegeben; die vorgedruckten Tagesfelder mit Wochentag, Datum und kirchlichen oder staatlichen Gedenktagen (Reminiscere, Heldengedenktag) sowie die vorgedruckten historischen Notizen (1938: Gesetz über die Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich) werden ausdrücklich erfasst, obwohl sie nicht Teil von Schmitts Aufzeichnungen sind. Dieser Vordruck wird in der Edition als eigene Hand von Schmitts Eintragungen unterschieden. Das Notizfeld, das die Kalender neben den sieben Tagesfeldern einer Woche bieten, wird als eigener Eintrag (Wochennotizen) erfasst und der Woche zugeordnet. Uhrzeiten werden ausschließlich in diesen Taschenkalendern ausgezeichnet, insbesondere dann, wenn sie den Tagesablauf strukturieren oder Schmitt sie im Original durch Fettschrift oder Unterstreichung hervorgehoben hat (10 Mutius zum Frühstück). In den sonstigen Tagebuchaufzeichnungen werden Zeitangaben nicht eigens erfasst.

Schmitts eigene Kommentare und Annotationen

Schmitt annotiert und kommentiert seinen eigenen Text. Das betrifft vor allem die Exzerpte in den Arbeitsheften, zu denen er, meist auf der gegenüberliegenden Seite, eigene Bemerkungen notiert. Diese Kommentare werden als eigene Textblöcke erfasst und mit der Passage verknüpft, auf die sie sich beziehen – einem ganzen Textblock oder einer eigens markierten Stelle darin. Dasselbe Verfahren gilt für Kommentare zu anderen Eintragsarten, etwa zu einer undatierten Reflexion, und für Ketten von Kommentaren, in denen eine Bemerkung eine andere Bemerkung kommentiert. In der Webansicht erscheinen solche Kommentare in einer eigenen Annotationsspalte neben dem kommentierten Text.

Kürzere Anmerkungen, die sich unmittelbar an eine Textstelle anschließen und sich flüssig in den Text einfügen, bleiben an Ort und Stelle. Davon unterschieden werden eingeschobene Selbstkommentare: kurze Bemerkungen, die syntaktisch nicht zum umgebenden Text gehören und oft zwischen den Zeilen nachgetragen sind – etwa eine Bemerkung zur Schreibweise eines Namens (sic (so schrieb auch Holland immer! mit e!)). Sie werden mit ihrer Position (über oder unter der Zeile, am Rand) erfasst und mit der Stelle verknüpft, auf die sie sich beziehen, so dass beide zusammen angezeigt werden können.

Gelegentlich exzerpiert Schmitt eine Publikation nicht in einem eigenen Eintrag, sondern innerhalb eines Kommentars: Er kommentiert eine Passage und belegt seinen Kommentar mit einem Auszug aus einer anderen Publikation – so, wenn er eine Bemerkung zu Ciceros De re publica mit einem Zitat aus De legibus stützt. Solche abhängigen Exzerpte, die ohne die kommentierte Passage nicht verständlich wären, werden als Exzerpt-Notiz erfasst: Sie sind mit der kommentierten Stelle verknüpft und weisen zugleich die exzerpierte Quelle nach. In der Webansicht erscheinen sie in der Annotationsspalte mit eigener Quellenzeile; im Werkregister zählen sie als Vorkommen des exzerpierten Werks.

Erschließung von Personen, Orten und Werken

Personen

Die Auszeichnung von Personen dient der Identifizierung und der Vernetzung der Einträge über das Personenregister. Personen werden, wo immer möglich, über die Normdaten der Gemeinsamen Normdatei (GND) identifiziert. Sofern eine Person über die GND erfassbar ist, unterbleibt eine weitere biographische Kommentierung – von besonders wichtigen Ausnahmen abgesehen – auch dort, wo die Angaben der GND keine Hinweise zur Bedeutung der Person im Kontext Schmitts enthalten. Die in Ermangelung von GND-Normdaten selbst erstellten Biogramme beabsichtigen ebenfalls keine vollständige biographische Erfassung, sondern vornehmlich die Identifizierung der Person sowie gegebenenfalls den Nachweis biographischer Quellen.

Ausgezeichnet wird der Name – Vor- und/oder Nachname sowie Adelstitel als Teil des Namens –, nicht jedoch Amtsbezeichnungen, akademische Titel oder Situationsangaben (Frau Meier, bei Müller zuhause, Dr., SJ); solche Angaben werden gegebenenfalls im Kommentar berücksichtigt. Bei Herrschern und beim Papst wird die Titulatur im Register ergänzt. Innerhalb eines einzelnen Eintrags genügt in der Regel die Auszeichnung des ersten Vorkommens einer Person; spätere Nennungen desselben Namens im selben Eintrag bleiben unmarkiert. Der Adressat eines Briefentwurfs wird in den Metadaten des Eintrags festgehalten und im Text des Entwurfs nicht noch einmal ausgezeichnet; andere im Brief genannte Personen werden wie gewohnt erfasst.

Zuweilen nennt Schmitt Personen stellvertretend für ihre Texte oder Werke: Liest täglich mehrere Male Leon Bloy, Besah Bosch und fand einen sonderbaren Trost darin. Solche Nennungen werden als Personenreferenzen erfasst, aber eigens als Verweis auf das Werk der genannten Person gekennzeichnet. Gruppen von Personen oder anderen Entitäten, auf die Schmitt mit einem einzelnen Ausdruck verweist (Leistikows, 3 Dörfer), werden als Gruppe erfasst und mit allen gemeinten Personen verknüpft. In der Webansicht zeigt die erste Erwähnung einer Gruppe innerhalb eines Eintrags die Registerdaten aller Mitglieder sowie die vorherige und die nächste Erwähnung derselben Gruppe; im Personenregister erscheint die Stelle bei jedem Mitglied. Eine einzelne Person – auch eine als Sammelperson angelegte Familie – wird dagegen als Person erfasst.

Etwas anderes gilt für Autoren von Exzerpten und Zitaten. Schmitt rezipiert klassische Autoren häufig über Sekundärliteratur oder Anthologien; seine Exzerpte frühneuzeitlicher Völkerrechtler beruhen beispielsweise etwa zu einem großen Teil auf dem Sammelband Les fondateurs du droit international. Um solche Exzerpte und Zitate mit dem historischen Autor zu verbinden, wird dieser in den Metadaten des Eintrags oder Zitats festgehalten: Schmitt exzerpiert Vitoria nach dem Beitrag Barthélemys in den Fondateurs. Da Autor und Quelle damit bereits verknüpft sind, wird der Name des Autors im Text des Exzerpts nicht noch einmal ausgezeichnet.

Orte

Orte werden nicht flächendeckend, sondern nach editorischer Relevanz ausgezeichnet. Berücksichtigt werden Ereignisorte, an denen sich Schmitt aufhält oder an denen sich das Berichtete vollzieht; das Ereignis muss nicht real stattgefunden haben, erfasst werden auch Traumorte. Ein Ort in diesem Sinn muss statisch und prinzipiell über ein Ortsregister auffindbar sein. Nicht als Orte erfasst werden unspezifische Raumangaben (zu Hause, im Schlafwagen), Organisationen (der Bonner Kunstverein), Veranstaltungen (die Konferenz von Jalta) sowie allzu allgemeine Ortsbezeichnungen (Deutschland, oder auch Berlin, wenn im konkreten Fall ein genauerer Berliner Ort identifizierbar ist). Gebäude von Institutionen – ein Hotel, ein Universitätsgebäude, ein Ministerium –, in denen Schmitt sich aufgehalten hat, sind dagegen Orte, auch wenn die GND sie als Körperschaft führt; die Institution als handelnde Organisation (das Ministerium hat entschieden) ist kein Ort.

Orte werden, wo ein Datensatz existiert, über die GND identifiziert, auch wenn deren bevorzugter Name vom Tagebuchtext abweicht (Ostbahnhof für den Schlesischen Bahnhof, Bundesallee für die Kaiserallee); im Register wird dann der historische Name angezeigt. Nur wenn kein GND-Datensatz existiert, legt das Projekt eine eigene Ortskennung an. Das gilt insbesondere für Straßen, Plätze und Bahnhöfe, die auf einer Karte auffindbar sind (Brentanostraße, Berlin, Saley, Plettenberg); der Registereintrag nennt dann die Siedlung, unter der der Ort nachzuschlagen ist, sowie Stadtteil und Region. Die Ortsreferenzierung orientiert sich an dem langfristigen, in der derzeitigen Publikationsfassung noch nicht in Angriff genommenen Ziel, räumliche Bewegungen und Konstellationen der Tagebücher kartierbar zu machen.

Werke, Publikationen, Filme und andere Medien

Von Schmitt erwähnte literarische und wissenschaftliche Werke werden als Werke erfasst und, wo möglich, über die GND identifiziert. Nennt Schmitt einen Werktitel in Anführungszeichen (brachte ihm noch ‚Land und Meer‘), wird dies festgehalten. Für Werke, die in der GND noch nicht verzeichnet sind, vergibt das Projekt eine eigene, aus Autor und Titel gebildete Werkkennung, die im Werkregister nachgewiesen wird. Dabei wird zwischen dem Werk als solchem und seinen konkreten Publikationen unterschieden: Ein Werk kann als Manuskriptstufe, Vorabpublikation und spätere Buchfassung in mehreren Gestalten vorliegen; die Jahresangabe tritt zur Werkkennung nur hinzu, wenn verschiedene Werke oder ausdrücklich verschiedene Werkgestalten zu unterscheiden sind.

Bei Zitaten und Exzerpten aus Büchern und anderen Dokumenten werden die konkreten Publikationen über die Zotero-Bibliographie des Projekts nachgewiesen, aus der die vollständigen bibliographischen Angaben automatisch in die Edition übernommen werden. Mehrere Publikationen können dort demselben abstrakten Werk zugeordnet sein. Dadurch wird die textuelle Überlieferung mit ihren intertextuellen Bezügen systematisch erschlossen: Das Werkregister führt zu jedem Werk die Stellen, an denen Schmitt es nennt, zitiert oder exzerpiert.

Filme und andere audiovisuelle Medien lassen sich nach heutigem Stand nicht als Werke im Sinne der GND erfassen. Sie werden ersatzweise über die Zotero-Bibliographie in einem weiten Sinn als Dokumente nachgewiesen (Wenn zwei Hochzeit machen).

Editorische Eingriffe und Kommentar

Abkürzungen

Abkürzungen Schmitts können editorisch aufgelöst werden; in der Webansicht ist dann sowohl die abgekürzte als auch die aufgelöste Form zugänglich (id. gé. – idées générales). Aufgelöst werden tendenziell etablierte Abkürzungen sowie Initialen; frei gewählte Auslassungen in den Notaten werden eher als editorische Ergänzung behandelt (dazu 5.2). Bibliographische Abkürzungen werden nicht aufgelöst, sondern im Kommentar erläutert. Konventionelle lateinische Literaturverweise wie l. I, c. 3 (für liber und caput) bleiben als etablierte Referenzformen unaufgelöst; ist ihre Schreibweise in der Vorlage uneindeutig oder uneinheitlich, wird sie behutsam zu diesem Muster normalisiert, um Verwechslungen etwa zwischen l. und I zu vermeiden.

Stillschweigende und gekennzeichnete Ergänzungen

Punkt und Komma ergänzt die Edition stillschweigend, da Schmitt sie nicht systematisch und nicht einheitlich gesetzt hat; dasselbe gilt für einzelne in Wörtern fehlende Buchstaben. Ergänzungen von Doppelpunkten, Fragezeichen, Klammern und Semikola sowie ganzer fehlender Wörter werden dagegen ausdrücklich als editorische Ergänzung gekennzeichnet (Scheußliches Ende [eines] deutschen Denkers). Fehlende Anführungszeichen werden nicht ergänzt (dazu 3.5).

Korrekturen

Offensichtliche Fehler des Textes, etwa unbeabsichtigte Wortverdoppelungen, können berichtigt werden; solche Eingriffe werden jedoch editorisch ausgewiesen, so dass Leser·innen erkennen, an welchen Stellen der Text von der Vorlage abweicht.

Herausgeberanmerkungen und bibliographische Verweise

Herausgeberanmerkungen dienen der Erläuterung sachlicher, biographischer und textgeschichtlicher Zusammenhänge, die sich aus dem Text und den Registern allein nicht erschließen. Eine vollständige inhaltliche Erläuterung, geschweige denn eine Deutung der Einträge ist nirgendwo beabsichtigt; der Kommentar bleibt bewusst zurückhaltend und überlässt die Interpretation den Leser·innen. Anmerkungen stehen unmittelbar an der Stelle, auf die sie sich beziehen. Bezieht sich eine Anmerkung auf eine identifizierte Person, einen Ort oder ein Werk, wird sie mit dieser Entität verbunden; bezieht sie sich auf ein einzelnes Wort oder eine Textstelle, folgt sie unmittelbar auf diese. Literaturverweise in Herausgeberanmerkungen werden über die Zotero-Bibliographie des Projekts nachgewiesen; die bibliographischen Angaben werden daraus automatisch mit der jeweiligen Stellenangabe in den Anmerkungstext eingefügt und bleiben so einheitlich und nachprüfbar.

Darstellung in der Webansicht

Die beschriebenen Grundsätze bestimmen, was Leser·innen auf der Website sehen. Die seitengetreue Ansicht zeigt die Umschrift zeilengenau neben dem Digitalisat in der materiellen Anordnung der Doppelseite, mit Schmitts Seitenzahlen, den Vordrucken der Taschenkalender und der Beschriftung Innerer Umschlag für die Einbandinnenseiten. Die einfache Ansicht fügt über Seitenwechsel zerschnittene Einträge, Absätze und Zitate wieder zu Einheiten zusammen und blendet den für die Lektüre bedeutungslosen Zeilenfall aus. Die Kalenderansicht ordnet die Einträge nach ihrem Datum; mehrtägige Einträge erscheinen an jedem Tag ihres Zeitraums.

Schmitts eigene Kommentare und Exzerpt-Notizen erscheinen in einer Annotationsspalte neben dem Text, auf den sie sich beziehen. Identifizierte Personen, Personengruppen, Orte und Werke sind bei ihrer ersten Nennung in einem Eintrag markiert und öffnen ein Fenster mit den Registerdaten sowie Verweisen auf die vorherige und die nächste Erwähnung. Zitate und Exzerpte tragen eine Quellenzeile mit den bibliographischen Angaben, gegebenenfalls mit Kollation, Übersetzung und editorischer Anmerkung. Die Register der Personen, Orte und Werke führen zu allen Stellen, an denen die jeweilige Entität vorkommt.